"Setzen wir ein deutliches Zeichen!"

Grüne rufen zu Protest gegen den Naziaufmarsch am 3. Oktober auf

„Geht am 3. Oktober mit uns auf die Straße und zeigt den Ewiggestrigen, dass sich die Regensburger Stadtgesellschaft gegen Fremdenfeindlichkeit zu wehren weiß", appelliert Grünen-Stadtrat Jürgen Huber, der auch Direktkandidat seiner Partei zum Bundestag ist, an die Regensburgerinnen und Regensburger. „Setzen wir ein deutliches Zeichen gegen den Angriff der Rechten auf die Demokratie!" Die Demonstration gegen den Nazi-Aufmarsch am 3.Oktober beginnt um 12 Uhr am St.-Georgen-Platz nahe dem Donaumarkt. Jürgen Huber: „Wir müssen an einer Zivilgesellschaft arbeiten, die den lokalen Nazistrukturen effektiv zu begegnen vermag. Wer zum Aufmarsch gegen einen Moscheebau aufruft, bedient gezielt Vorurteile, die nicht nur am rechten Rand, sondern auch in der Mitte der Gesellschaft anzutreffen sind. Das macht die Sache so gefährlich und fordert unser konsequentes Handeln."

Als geschmacklos empfindet seine Fraktionskollegin Ewa Schwierskott-Matheson, dass sich die Rechten gerade den Tag der deutschen Einheit für die Demo ausgesucht hätten: „Damit setzt die NPD ein gefährliches Zeichen. Die Tatsache, dass die Rechten am 20. Jahrestag der Wiedervereinvereinigung gegen das im Deutschen Grundgesetz verankerte Recht auf freie Religionsausübung aufmarschieren, zeigt, dass diese Menschen aus der Geschichte nichts gelernt haben." Gerade im besonderen Gedenkjahr 2009, 70 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkriegs, sei es umso wichtiger, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen. Für die in Polen geborene Stadträtin, deren Familienmitglieder in Auschwitz ums Leben kamen und als Zwangsarbeiter nach Deutschland verschleppt wurden, sind der Krieg und die Ideologie, die zu massenhaftem Tod, zu Not und Vertreibung geführt haben, Mahnung und Verpflichtung, alles dafür zu tun, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit entschieden entgegenzutreten.

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