Neues Stadion: Knackpunkt wird die Finanzierung sein

Grüne sind bei Standort noch nicht festgelegt

„Dass das Thema Stadion im Vorwahlkampf auftaucht, war für mich nur eine Frage der Zeit", äußerte sich der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Jürgen Mistol, zu den neuesten Äußerungen von SPD und CSU in Sachen Jahnstadion. „Schließlich war die Diskussion um ein neues Fußballstadion auch zentrales Thema des Wahlkampfs vor sechs Jahren. Und die Dringlichkeit, hier zu einer Entscheidung zu kommen, hat seitdem nicht abgenommen, sondern nicht zuletzt bedingt durch die derzeitigen sportlichen Erfolge des SSV Jahn wieder an Brisanz gewonnen." Außerdem sei es finanzpolitisch nicht verantwortbar, Jahr für Jahr Gelder in ein marodes Stadion hineinzubuttern.

Knackpunkt werde die Finanzierung eines Neubaus sein, insbesondere auch was der Verein beizutragen bereit und in der Lage ist. Jürgen Mistol: „Allein mit den Erlösen aus dem Grundstücksverkauf des derzeitigen Stadions an der Prüfeninger Straße ist der Neubau jedenfalls nicht zu schultern." Der OB-Kandidat der Grünen weist darauf hin, dass seine Partei an der Notwendigkeit eines Stadionneubaus weder 2002 noch in der Folgezeit einen Zweifel gelassen habe. „Wer das jetzige Stadion und sein Umfeld kennt, kann mit Händen greifen, dass eine Sanierung keinen gangbaren Weg darstellt."

Was den Standort angeht, hat sich Jürgen Mistol noch nicht festgelegt: „Ob ein Neubau besser an der Franz-Josef-Strauß-Allee oder bei Schwabelweis realisiert werden sollte, ist nicht zuletzt auch eine Frage des Geldes. Wenn ein guter ÖPNV-Anschluss und bestehende Parkplätze mit benutzt werden könnten, wäre dies natürlich ein großer Standortvorteil. Und wenn uns Grünen bei der Kommunalwahl von den Bürgerinnen und Bürgern mehr Verantwortung übertragen wird, können wir auch stärker dazu beitragen, dass das Thema auch nach der Wahl noch relevant ist."

(04.09.2007)

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