Grüne kritisieren Preiserhöhungen beim ÖPNV

Bayerische Staatsregierung und Große Koalition in Berlin Verursacher
(01.08.2006)

"Ohne die von Bund und Freistaat zu verantwortenden Kürzungen würde es jetzt keine Fahrpreiserhöhung um durchschnittlich sieben Prozent geben", so Fraktionsvorsitzender Jürgen Mistol zur Meldung, dass der Regensburger Verkehrsverbund (RVV) zum 1. September seine Preise erhöht.

Aus Sicht der Grünen sei es unverantwortlich, dass Staatsregierung und Große Koalition die jeweiligen Haushalte auf Kosten des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) sanieren würden. Solche Beschlüsse seien schon deshalb absurd, weil sie sich gegen alle Maßnahmen der Kommunen richten, die Umwelt zu schützen und Lebensqualität zu erhalten. Der RVV habe nur die Wahl zwischen Pest und Cholera: Aufgrund der versiegenden Gelder könne er nur entweder die Fahrpreise erhöhen oder das Angebot einschränken.

Jürgen Mistol: „Wie sollen Städte und Gemeinden gegen den Feinstaub kämpfen, wenn in Berlin und München die Finanzmittel für umweltfreundliche Mobilität gekürzt werden? Gerade in Zeiten hoher Energiepreise müssten die politisch Verantwortlichen die erhöhte Bereitschaft der Menschen nutzen, auf Busse und Bahnen umzusteigen." Eine Erhöhung der Fahrpreise sei dabei aber absolut kontraproduktiv, so der Grünen-Politiker.

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